BUDDHISMUSDEBATTE

Kritische Auseinandersetzung mit dem Buddhismus

 

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Literaturkritiken zum Buddhismus


Eine Betreuung dieser Seite wurde Ende des Jahres 2002 eingestellt. Wir erwähnen hier noch laufend Bücher, die sich kritisch mit dem Buddhismus speziell Lamaismus auseinandersetzen, ohne dass wir immer eine ausführliche Rezension hinzufügen. Der/die Leser/in haben die Möglichkeit, sich woanders über die erwähnten Texte zu informieren. Wir verweisen hier vor allem auf die unsere Sonderseite, wo wir uns mit der Literatur über das Kalachakra-Tantra und den Shambhala-Mythos auseinandersetzen. (Kalachakra\Literatur)


Paul Williams – “The Unexpected Way. On converting  from Buddhism to Catholicism“ - Edinburgh, New York 2002 (geb. 1950, anglikanisch aufgewachsen, Prof. für indische und tibetische Philosophie an der University of Bristol, zahlreiche Publikationen über buddhistische Themen, über 20 Jahre lang Buddhist, konvertierte zur katholischen Kirche)

Thierry Dodin, Thierry Dodin and Heinz Räther -  Imagining Tibet – Perceptions, Projections, & Fantasies“ - Boston 2001 (Eine Anthologie mit sehr informativen Aufsätzen bekannter Orientforscher über die Verzerrungen des Tibetbildes. Das Buch erschien vorher in Deutsch anlässlich der Tibet-Konferenz in Bonn 1997. Hier sind die englischen Originaltexte abgedruckt.)

Orville Schell – „Virtual Tibet – Searching for Shangri-La from the Himalayas to Hollywood“ – New York 2000 (Sehr gut informierte und ausführliche Kritik an der Hollywood Obsession von Tibet und vom Dalai Lama)

Martin Brauen – „Traumbild Tibet - westliche Trugbilder“ – Zürich 2000 (Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem westlichen Tibetbild. Wir haben hierzu eine kritische Rezension mit dem Titel Traumbild Tibet - östliche Trugbilder“ geschrieben.)

Volker Zotz – „Auf glückseligen Inseln – Buddhismus in der Deutschen Kultur“ – Berlin 2000 (Das Buch kommt unter anderem erstaunlich offen auf die ambivalente Haltung der deutschen Buddhisten während des Dritten Reiches zu sprechen.)

Marcus Hammerschmitt – „Instant Nirwana – Das Geschäft mit der Suche nach dem Sinn“ – Berlin 1999 (Kritik am Hedonismus der Neo-Buddhisten)

Stephen T. Butterfield – „The Double Mirror – A Skeptical Journey into Buddhist Tantra“ – Berkeley 1994 (Sehr interessante und schockierende Darstellung eines ehemaligen Chögyam Trungpa Anhängers)


Martin Kamphuis – „Ich war Buddhist“ -  Pattloch Verlag, München 2000

Der holländische Autor und jetzige Pfarrer, Martin Kamphuis, erzählt sein abenteuerliches Leben als praktizierender Buddhist tibetischer Ausrichtung (Lehrer: Ling Rinpoche, Sogyal Rinpoche) und seine anschließende Hinwendung zum christlichen Glauben. Er erfährt seinen Ausbruch aus der tantrisch-buddhistischen Umklammerung als Befreiung, als die Befreiung aus einem System, welches ihn vorher entmündigt hatte. Dabei ist von besonderem Interesse, dass - nach der damaligen Vorstellung des Autors - der XIV Dalai Lama "persönlich" in seine Lebensgeschichte eingreift. Denn mehrere Jahre wird Kamphuis von einer Frau (Iris) begleitet, die von sich behauptet, ein Medium zu sein, das abwechselnd den Dalai Lama, Padmasambhava, Tara und seinen verstorbenen Lehrer, Ling Rinpoche, "channelt". Der tibetische "Gottkönig" und die anderen Meister erscheinen allgegenwärtig zu sein: "Außerdem war die Rede davon, der Dalai Lama habe besonders hellseherische Fähigkeiten, was bedeutete, er könne das Karma eines jeden Menschen erkennen. Ich hatte ein wenig das Gefühl, von ihm bereits gesehen zu werden, obwohl wir uns noch gar nicht begegnet waren." (32)

Der Leser erfährt also vieles über die faszinierende und okkulte Beziehung, die Menschen nach einer Begegnung mit dem buddhistischen Religionsführer zu verspüren glauben. Sie sind dann bereit, ihm ihre Seele zu schenken. Schon im Prolog des Buches treffen wir auf den Dalai Lama, der mit "einem einzigen Blick" den Autor in einen ekstatischen Zustand versetzt: "Hinter den einfachsten Aussagen dieses Mannes vermuteten wir oft ungeahnten Tiefgang. Er sagte von sich selbst, dass er noch nicht erleuchtet sei und es, ebenso wie wir nötig habe, jeden Tag zu meditieren. Wir hielten ihn für einen Bodhisattva, jemanden, der auf vollendete Buddhaschaft verzichtet, um all den leidenden Wesen auf dem Weg zur Erleuchtung zu helfen. Am fünften und letzten Unterrichtstag hatte der Dalai Lama Geburtstag. Verschiedenen Menschen fragten ihn, was sie ihm denn schenken könnten. Nachdem wir ihm ein Geburtstagslied gesungen hatten, erklärte er, dass er als Mönch nichts Materielles brauche. Er verlangte nur eines: 'Gebt mir eure Herzen!' - Dazu war ich sofort bereit..." (10) Kamphuis benennt hier einen religiösen Drang, den Tausende vor und nach ihm schon verspürt haben, nämlich die Bereitschaft dem Dalai Lama ihr "Herz" zu überlassen. Die Konsequenz ist eine völlige Hingabe, welche nicht mehr nach den Gründen und schon gar nicht nach den Inhalten und Zielsetzungen des tibetischen Buddhismus fragt. Wie es Kamphuis gelingt, mit Hilfe von Elke, seiner jetzigen Frau, aus dem buddhistischen Käfig zu entkommen, ist der weitere Inhalt des Buches.

Der Text ist im Zusammenhang mit der sich ausbreitenden Buddhismuskritik ein wichtiger Beitrag, da er die Bewusstseinsmanipulation durch den tibetischen Klerus sehr plastisch schildert. Gleichgültig, ob man die esoterischen Direktiven der "telepathischen" Meister ernst nimmt oder als eine Imagination des Autors ansieht, die Abhängigkeit von dem Guru ist in beiden Fällen etwas Erschreckendes.

Es ist dagegen ein gewisser Mangel des Buches, dass der Autor nicht ausführlicher über die sexualmagischen Praktiken des Tantrismus spricht, obwohl er Sexologie studiert hat und sich als beauftragt empfand, einen therapeutischen Tantrismus für Westler zu entwickeln. Die Erotik in der Beziehung zu Iris (dem Channel zum Dalai Lama) wird als Tantrismus ausgegeben, richtet sich aber offensichtlich nicht nach der strikten tantrischen Observanz der buddhistischen Originaltexte. Es gibt in dem Buch einen interessanten Satz: "Natürlich suchte ich auch außerhalb meiner Traumwelt nach der Begegnung mit einer Frau, die mir die Erleuchtung bringen würde; diesen wunderbaren Zustand, in dem alles nur noch Liebe war. Dabei ging es mir nicht in erster Linie um sexuelle Bedürfnisse. Es kam mir vielmehr so vor, als ob sich das Göttliche in einer weiblichen Form manifestierte und darin mein Verlangen anhand Liebe, Geborgenheit und intensiver Einheit gestillt werden würde." (78) Hier klingt das Thema an, dass sich Mann und Frau gegenseitig auf den Weg der Erleuchtung führen. Dies wird jedoch nicht weiter ausgeführt.

Fazit: Ein wichtiger Beitrag aus christlicher Sicht in der kritischen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus und dem Dalai Lama.

© V. & V. Trimondi


Die neuen deutschsprachigen Bücher über den tibetischen Buddhismus (1999)

1999 - so hat der XIV Dalai Lama Anfang dieses Jahres verkündet - wird entscheidend sein für die Entwicklung der Tibetfrage und damit die Zukunft des tibetischen Buddhismus. Dieses Jahr sollte sich als eine Abfolge großer Feierlichkeiten entfalten. Feste der Freude und des traurigen Bedenkens sollten die Welt erneut auf Tibet aufmerksam machen. Zu feiern sind 1999: 60 Jahre Inthronisierung des Gottkönigs; 50 Jahre Invasion der chinesischen Volksbefreiungsarmee; 40 Jahre Exil des Dalai Lama; 10 Jahre seit der Verleihung des Nobelpreises. Was von lamaistischer Seite nicht vorausgesehen werden konnte, war, dass sich das letzte Jahr vor dem Millennium zum Kritikjahr für den Kirchenfürsten und seine Religion entwickelte, zumindest im deutschsprachigen Raum.

Die kritische Debatte über den tibetischen Buddhismus wurde 1997 durch das aus dem Englischen übersetzte Buch von June Campbell - Göttinnen, Dakinis und ganz normale Frauen - Weibliche Identität im tibetischen Tantra (THESEUS Verlag) ausgelöst, in dem die Autorin die körperliche, seelische und energetische Ausbeutung der Frau innerhalb des bisher geheimgehaltenen tantrischen Systems zur Sprache bringt. Ihr mutiges Buch führte zwar zu heftigen Diskussionen, diese blieben jedoch mehr oder weniger ein Insiderereignis der buddhistischen Szene. Erst unser Text - Der Schatten des Dalai Lama - ermöglichte eine darüber hinausgehende umfassende Kulturdebatte. Mittlerweile sind mehrere kontroverse Bücher erschienen, welche die religionspolitische Dimension des (tibetischen) Buddhismus zum Inhalt haben.

Als erstes nennen wir eine Schrift von Michael von Brück - Religion und Politik im Tibetischen Buddhismus - aus dem KÖSEL Verlag. Schon im Frühjahr hat das Verlagshaus dieses apologetische Werk als ein "Antibuch" zum - Der Schatten des Dalai Lama - eingeführt und mit diesem Slogan dafür geworben. Das hat uns dazu veranlasst dieses Buch sehr ausführlich zu besprechen.

Der XIV Dalai Lama weiß das und er hat immer weniger Hemmungen, sich zur mythisch-okkulten Seite seiner Religion zu bekennen (siehe vor allem sein Verhalten in der Orakelfrage). Dagegen versucht ein Teil seiner westlichen Anhänger (wie M. v. Brück) den tibetischen Buddhismus als eine hochentwickelte Form des ökumenischen "Weltethos" zu präsentieren.

Durch das schon erschienene kritische Buch von Colin Goldner - Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs - aus dem ALIBRI Verlag werden wir entlastet. Goldner bestätigt durch eigene Recherchen und durch neues Beweismaterial viele der Fakten, die wir in unserem Text schon zur Sprache gebracht haben. Die leidigen Unterstellungen, dass die abstoßenden Aspekte des tibetischen Systems und die Schattenseiten der (exil)tibetischen Geschichte von uns erdichtet und erfunden seien, werden jetzt hoffentlich zum Stillstand kommen. Damit ist der Weg frei für eine interessante Kulturdebatte.

Dennoch handelt es sich bei dem Goldner Buch um einen völlig anderen Kritikansatz als den unseren. (Der Verlag hat es in seiner Werbung als "Konkurrenzbuch" zum "Der Schatten des Dalai Lama" bezeichnet) Goldner ist Psychologe und lehnt die "Realität" einer mythisch-mystischen Weltsicht von vornherein als reine "Gehirnwäsche" ab. Im Gegensatz hierzu gestehen wir (in diesem Punkt stehen wir von Brück näher als Goldner) dem tibetischen Weltbild und dem Ritualwesen der Lamas eine gewisse Macht und Durchsetzungskraft zu, weil wir grundsätzlich davon überzeugt sind, dass religiöse Mythen und Rituale auf die Geschichte der Menschen einwirken können. Das ist die entscheidende Frage, die wir und Colin Goldner unterschiedlich beantworten. Dieser sieht im tibetischen Buddhismus nichts als eine "reaktionäre Ideologie", die ohne Abstriche zurückgewiesen werden muss. Unter diesem Gesichtspunkt kritisiert er in seiner Schrift auch unsere früheren Kontakte zum Dalai Lama.

Im ECON Verlag ist die Übersetzung von Robert A. Thurmans - The inner Revolution - Life, Liberty and the pursuit of real Happiness - (Deutsch: Revolution von Innen - Die Lehren des Buddhismus und das vollkommene Glück). Dieses aufschlussreiche Buch, auf das wir ausführlich besprochen, sollte in der kommenden Buddhismusdebatte einen zentralen Platz einnehmen. Es handelt sich dabei um einen radikalen, politischen Kulturentwurf, der nur noch von der Rede Thurmans auf dem Tibetkongress in Bonn (1997), wo er eine weltweite "Buddhokratie" forderte, übertroffen wird. In der "Revolution von Innen" formuliert er die historische Legitimation des tibetischen Buddhismus zur Etablierung der Weltkultur des 21. Jahrhunderts und fordert mit Unterstützung des XIV Dalai Lama eine weltweite Buddhokratie.

Schon im Frühjahr dieses Jahres erschien im THESEUS Verlag ein Buch des neuseeländischen Sprachwissenschaftlers Brian Victoria, das die Beziehungen zwischen japanischem Faschismus und Buddhismus kritisch untersucht: Zen, Nationalismus und Krieg - Eine unheimliche Allianz. Der Text beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Historie Japans sondern zeigt auf, dass der Buddhismus schon in seiner Frühgeschichte eine Allianz mit Staat und Krieg eingegangen ist. Desgleichen erwähnt Rüdiger Sünner - "Schwarze Sonne - Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik" (HERDER Verlag) neue interessante Fakten zum Thema Buddhismus und Nazi-Okkultismus. Erschienen ist auch ein eigenartiges Buch von Günther Nenning - Buddha Jesus und der Rest der Welt (PATTLOCH VERLAG - Oktober 1999), welches zeigt, was ein missverstandener Tantrismus für bizarre Visionen hervorbringen kann. Nenning spielt den religiösen Clown, der für eine Globalisierung der Religionen plädiert, aber unter dem Strich kommt dabei ein völliger Ausverkauf des Westens an den Buddhismus heraus. Wir werden uns mit diesem Buch noch auseinandersetzen.


Kritische Literaturliste zum tibetischen Buddhismus

In den angelsächsischen Ländern gibt es schon seit längerer Zeit eine kritische Literatur über den tibetischen Buddhismus, die zunehmend umfangreicher wird. Diese stammt von hervorragenden Wissenschaftlern und keineswegs von "Outsidern", teilweise sogar von ehemaligen oder immer noch praktizierenden buddhistischen Tibetologen, die sich im Laufe der Jahre einen ernüchternden Blick auf ihre eigene Religion und deren Geschichte zugelegt haben. Dazu rechnet zum Beispiel Donald S. Lopez, Jr.

Wichtige Informationsquellen für eine kritische und unbefangene Betrachtungsweise sind fast alle Werke der klassischen Tibetologie (Tucci, Snellgrove, Hoffmann, Stein u. a.). Die euphemistische Verfälschung der tibetischen Kultur hat zwar schon in den esoterischen Zirkeln des 19. Jahrhunderts (insbesondere der Theosophie) begonnen, sie wurde jedoch zu einem Allgemeingut nach der Flucht des XIV Dalai Lama aus Tibet (seit 1959) und nach der tendenziösen Verbreitung der lamaistischen Ideen im Westen. Als die spektakulärste und wortgewaltigste Religionspropaganda sind die Arbeiten und Ausführungen von Robert A. Thurman, dem "Sprachrohr des Dalai Lama" in den USA zu sehen.

Im Folgenden haben wir eine Liste der kritischen Tibetliteratur zusammengestellt und mit einem kurzen Kommentar versehen. Sie zeigt, dass unser Buch nicht einzig dasteht, sondern der Ausdruck einer Tendenz ist, die sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird.


° Beyer, Stephen - The Cult of Tara - Magic and Ritual in Tibet - Berkeley u.a. 1978

Stephen Beyer zeigt die enge Verwebung der tibetischen Kultur mit dem ritualmagischen Denken. Nach der Lektüre seines Buches schwindet die hier im Westen weit verbreitete Vorstellung, dass der tibetische Buddhismus eine auf Rationalität und hohen ethischen Werten basierende Religion sei. Die schamanistischen Elemente, der Dämonen- und Geisterglaube, der hohe kultische Stellenwert der Schreckensgötter, die schwarzmagischen Rituale zur Feindvernichtung werden von dem Autor ausführlich behandelt.

° Bishop, Peter - The Myth of Shangri-La - Tibet, Travel writing and the Western creation of sacred Landscape - London 1989

° Bishop, Peter - Dreams of Power - Tibetan Buddhism in the Western Imagination - London 1993

Peter Bishop (University of South Australia) beschreibt in seinen beiden Büchern die virtuelle Welt, die seit dem 17. Jahrhundert im Westen mit dem Mythos Tibet kultiviert wurde. Tibet war von Beginn seiner abendländischen Rezeption an, und dann durchgängig, ein Ort der Mysterien und okkulter Spekulationen. Heute sind das Schneeland und sein Herrscher, der Dalai Lama, zu einem Sehnsuchtsbild geworden, das die zivilisatorischen Krankheiten des Westens heilen soll. Bishop zeigt aber auch, wie diese westliche Imagination dankbar von den tibetischen Lamas aufgenommen wird, um sie als wirkungsvolle Orientierungsbilder zu benutzen, die helfen, den tibetischen Buddhismus weltweit zu verbreiten.

° Campbell, June - Traveller in Space - In Search of Female Identity in Tibetan Buddhism - London 1996

° Deutsch: Göttinnen, Dakinis und ganz normale Frauen - Weibliche Identität im tibetischen Tantra - Berlin 1997

June Campbell (University of Edinburgh) war Jahre lang die Übersetzerin eines der ranghöchsten und verehrtesten Meister des tibetischen Kagyüpa Ordens, Kalu Rinpoche, als dieser sie eines Tages zu geheimen sexualmagischen Übungen aufforderte. Das Buch beinhaltet sowohl einen Bericht über die verheerenden psychologischen Auswirkungen dieser Praktiken auf die Autorin, als auch einen allgemeinen Diskurs über das Verhältnis der Lamas zu Frauen, die sie als ihre tantrischen Partnerinnen benutzen. Campbells Buch weist nicht nur ein wertvolles authentisches und empirisches Material auf, sondern liefert eine sehr differenzierte philosophische Erörterung über die Rolle des Weiblichen und der Frau im buddhistischen Tantrismus. Ihr Buch, das auch in deutscher Übersetzung (Göttinnen, Dakinis und ganz normale Frauen) vorliegt, hat heftige Debatten ausgelöst.

° Faure, Bernard - Sexualité Bouddhique - Entre désirs and réalités - Aix en Provence 1994

Bernard Faure (University of Stanford, USA) verfolgt einen an Michel Foucault orientierten kulturanalytischen Ansatz. Er verweist auf eine in allen buddhistischen Schulen (nicht nur im Tantrismus) auftretende sexuelle Obsession, die er als Gegenreaktion auf das orthodoxe Verbot der Sexualität einschätzt. Je strikter das Gebot zur Enthaltsamkeit, umso größer die Sehnsucht und der Reiz nach Überschreitung dieses Gebotes. Faure relativiert das Bild vom Buddhismus als einer Asketenkultur nicht dadurch, dass er die asketische Grundausrichtung dieser Religion in Frage stellt, sondern indem er zeigt, wie die Askese in ihr Gegenteil umschlägt und zu sexuellen Ausschweifungen der Mönche führt. Er präsentiert auch einiges interessantes Material über die Sexualkultur des amerikanischen Neobuddhismus.

° Goldstein, Melvyn C. - A History of Modern Tibet 1913-1951 - The Demise of the Lamaist State - Berkeley u.a. 1989

° Goldstein, Melvin C. - The snow lion and the dragon - China, Tibet, and the Dalai Lama - Berkeley u.a. 1997

Melvyn C. Goldstein (Case Western Reserve University, USA) war Berater des Weißen Hauses für Tibetfragen. Seine Analysen gelten mit Recht als unparteiisch. Insbesondere hat er mit seiner Geschichte des modernen Tibet von 1913 - 1951 eine objektive Studie vorlegt, die detailliert die Machtkämpfe der verschiedenen Mönchsfraktionen und ihre Kooperation mit ausländischen Mächten darstellt. Nach der Lektüre dieses Buches fällt das Sehnsuchtsbild von Shangri - La völlig in sich zusammen. In The Snow Lion an the Dragon schildert er die Aussichtslosigkeit für ein national unabhängiges Tibet und führt nicht nur die chinesische Starrköpfigkeit, sondern auch eine integrationistische Haltung unter den Tibetern (auch bestimmter Mönchsfraktionen) im Lande an.

Durch Goldsteins Arbeiten (und die Recherchen von Prof. A. Tom Grunfeld) ist das State Department über die wirkliche Situation in Tibet sehr genau informiert. Dass die amerikanische Regierung trotzdem in der Öffentlichkeit die extremen Positionen des Dalai Lama gegenüber China voll unterstützt, hat innen- und außenpolitische Gründe. Tibet und sein Oberhaupt sind in den USA äußerst populär und für Politiker, gleich aus welcher Partei, weitgehend sakrosankt. In der außenpolitischen Debatte gelten die Anschuldigungen des Dalai Lama gegen Beijing als ein schlagkräftiges Argument des Westens. In der Tibetszene ist Melvin C. Goldstein als chinesischer Agent verschrieen.

° Gross, Rita M. - Buddhism after Patriarchy - A Feminist History, Analysis and Reconstruction of Buddhism - New York 1993

Rita M. Gross (University of Wisconsin) vertritt in ihrem Buch eine gemäßigt feministische Position. Sie sieht im Zusammentreffen von Feminismus und Buddhismus ein Jahrtausendereignis, das zu einem neuen Verständnis des Dharma (der buddhistischen Lehre) führen und sich zu einem weltweiten Kulturentwurf ausdehnen könne. Ihre Kritik an der Frauenfrage ist in vielen Strecken des Buches dezidiert und klar. Sie versucht aber eine Art feministischen Untergrund in der Geschichte des Buddhismus zu konstruieren, an den anzuknüpfen sei. Dieser Versuch erscheint uns fraglich. Wesentlich rekurriert sie auf den Wertekodex des Mahayana Buddhismus, um die Annäherung der Geschlechter zu aktivieren. Der Tantrismus wird von ihr als eine patriarchal verstümmelte Dimension interpretiert, in der ursprünglich Mann und Frau eine gleichberechtigte sakrale Rolle gespielt hätten. Die strukturelle Ausbeutung der Frau im Tantrismus ist ihr jedoch nicht bewusst. Der Dalai Lama gilt für sie als Reformator und als ein Garant dafür, dass die Geschlechterdissonanz im tibetischen Buddhismus aufgehoben werden kann.

° Grunfeld, A. Tom - The Making of Modern Tibet - New York u.a. 1996

A. Tom Grunfeld ist unserer Ansicht nach der bedeutendste Historiker des neuen Tibet (seit 1959). Vorurteilslos und ohne Emotionen stellt er die Geschichte dieses widersprüchlichen Landes dar und zeigt auch ein ungeschminktes Bild der politisch- sozialen Zustände unter den Exiltibetern. Wer Detailkenntnisse erfahren will, sollte sein Buch lesen. Dennoch wird dieses von den Exiltibetern entschieden abgelehnt. Folgende Begründung hierfür ist in der Tibetan Review zu lesen: "Dieses Buch kann nur als die sophistische Präsentation der Version angesehen werden, wie Beijing die Ereignisse sieht. Obgleich eine Menge von Material in dem Buch aufgeführt wird, das pro-tibetische Schriftsteller oft übersehen (!), und der Autor offensichtlich den Versuch gemacht hat, unparteiisch zu sein (!), sind seine sino-zentrischen und marxistischen Ansichten so extrem, dass er fast nicht in der Lage ist, sie zu meistern." Trotz dieser Unterstellung ist auch Grunfeld ebenso wie Melvin C. Goldstein als Berater des Weißen Hauses tätig.

° Hoffmann, Helmut - Religionen Tibets - Bon und Lamaismus in ihrer geschichtlichen Entwicklung - Freiburg u.a. 1956

Helmut Hoffmanns (Universität München) Buch kann - obgleich in den 50er Jahren erschienen - immer noch als ein komprimiertes Standardwerk zur Geschichte des tibetischen Lamaismus angesehen werden. Es zeigt überraschend plastisch die gesellschaftlichen Turbulenzen, die bei der Gründung dieser Religion in Tibet zwischen der Bön Tradition, den alten schamanistischen Kulten, dem sakralen Königen und dem aus Indien importierten Tantrismus entstanden.

° Huber, Toni - "Why can't women climb pure crystal mountain? - Remarks on gender, ritual and space at Tsa Ri" - in Kvärne, Per (edit.) Tibetan Studies - Proceedings in the 6th seminar of the International Association for Tibetan Studies - Oslo 1994

° Huber, Toni - "Shangri-La: Tibetan Identity Representations and Transnational Culture" - Manuskript 1997

Toni Huber (wie Eliot Sperling) gehört zu den "jungen Rebellen", welche die Tibetologie aus ihrer Vereinnahmung durch konfessionell gebundene Wissenschaftler herausführen möchte. In seinem Vortrag über das Shangri La Bild ("Tibet als ewiger Hort des Friedens und der Dalai Lama als der höchste Friedensfürst") geht er scharf mit den Exiltibetern (gleichgültig ob es sich hierbei um Politiker oder Mönche handelt) ins Gericht, die den Shangri La Mythos ohne Hemmungen für ihre Machtzwecke ausnutzen.

° Knaus, John Kenneth - Orphans of the Cold War - America and the Tibetan Struggle for Survival - New York 1999

Knaus war 44 Jahre lang Officer der CIA und half in dieser Funktion von 1956 - 1968 der tibetischen Guerilla gegen die Chinesen. Das Buch zeigt, wie die CIA die Tibeter als operatives Mittel im Kalten Krieg einsetzte, aber es zeigt ebenso die enge Verflechtung des "tibetischen Aufstandes" mit der amerikanischen Außenpolitik - eine Tatsache, über die bisher von exiltibetischer Seite nicht viel gesprochen wurde. Das hätte in den frühen Tibet- Supportgruppen, die aus dem Milieu der revoltierenden 60er rekrutiert wurden, nicht gut geklungen.

° Lopez, Jr. Donald S. - Prisoners of Shangri-La - Tibetan Buddhism and the West, Chicago 1998

° Lopez, Jr. Donald S. (Hrsg.) - Curators of the Buddha - The study of Buddhism under colonialism - Chicago 1995

Donald S. Lopez' (University of Michigan) Buch ist deswegen so interessant, weil der Autor früher zur Topelite der "neuen" Tibetologen zählte, von denen die bekanntesten Robert A. Thurman, Jeffrey Hopkins, John F. Avedon sind. Alle diese jungen Wissenschaftler sprechen ausgezeichnet Tibetisch, sind selber praktizierende Buddhisten mit mehreren Einweihungen und sehen sich als Sprecher des Dalai Lama, um das Dharma (die tibetische Lehre) in den Westen zu bringen. Im Gegensatz zu den massenhaften Dharma People, die die esoterischen Meditationspraktiken unüberprüft übernehmen und praktizieren, präsentieren die genannten Tibetologen die östliche Religion mit einem augenscheinlich hoch wissenschaftlichen und hoch gelehrten Apparat, der keinerlei Zweifel an der Seriosität ihrer Arbeiten aufkommen lässt. Dennoch - wenn man die Texte genauesten überprüft - stecken sie sowohl voller bewusster (buddhokratrischer) Absichten als auch voller okkulter Anspielungen, die zumindest von den Eingeweihten verstanden werden.

Lopez ist 1997 aus dieser Phalanx linientreuer Tibetologen ausgebrochen und hat ein Werk vorgelegt, indem er bestimmte Manipulationen der "neuen" Tibetologie entlarvt. Der Tenor seines Buches ist, dass die Tibetologen selber Gefangene eines Mythos sind (Shangri La oder Shambhala), der sie zu Predigern des tibetischen Buddhismus macht, die sich ein wissenschaftliches Gewand angezogen haben. Lopez Buch muss als Aufforderung verstanden werden, die Tibetologie von ihren missionarischen Befleckungen zu säubern.

° Paul, Diana Y. - Die Frau im Buddhismus - Das Bild des Weiblichen in Geschichten und Legenden - Hamburg 1981

Prof. Diana Pauls (Stanford University, U.S.A.) Studie über die Rolle der Frau im Buddhismus gilt mittlerweile als ein Klassiker. Die Autorin beschränkt sich jedoch nur auf die Buddhalegenden, die Theravada- und Mahayana- Traditionen. Der Tantrismus wird von ihr nicht behandelt. Paul untersucht sowohl die soziale Lage der Frau als auch die weiblichen Archetypen im Buddhismus und in seiner Geschichte: Die "Verführerin", die "Mutter", die "Nonne", die "gute Tochter", der "weibliche Bodhisattva", der "weibliche Buddha".

° Paul, Robert A. - The Tibetan Symbolic World - Chicago 1982

Prof. Pauls (University of Chicago) viel beachtete psychoanalytische Arbeit über den tibetischen Buddhismus setzt sich auch mit den "Schattenseiten" dieser Religion auseinander. Der Autor differenziert deswegen das einseitige positive Bild, welches im Westen über die tantrische Religion vorherrscht und verweist auf den krassen Dualismus in der tibetischen Kultur. Er zeigt, dass den positiven Archetypen und Symbolen Schreckensgestalten und Destruktionssymbole gegenüberstehen. Als den interessantesten Beitrag haben wir seine freudianische Deutung des sakralen Mordes an König Langdarma durch einen tantrischen Mönch gefunden. Paul sieht in diesem Königsmord das entscheidende kulturgründende Ereignis für den gesamten Lamaismus.

° Paz, Octavio - Verbindungen - Trennungen - Frankfurt 1984

Der mexikanische Romancier und Essayist Ocatvio Paz hat während seiner Zeit als Botschafter in Indien einen brillanten Versuch unternommen, den Tantrismus mit dem Protestantismus zu vergleichen. Augenscheinlich zwei völlig konträre Standpunkte, so haben sie dennoch - nach Paz - in ihrem Verhältnis zu Sexualität und zu den Geschlechtern einiges gemeinsames. Der Autor erkennt zum Beispiel trotz der sexualmagischen Praktiken im Tantrismus, dass die zwei Religionssysteme auf einer asketischen Grundhaltung basieren. Er diskutiert sehr plastisch den Unterschied und die Gemeinsamkeiten zwischen den buddhistischen und den hinduistischen Tantras. Ganz besonders beeindruckend ist sein Vergleich des aztekischen mit dem tibetisch- buddhistischen Kulturkreis, in denen gleichermaßen der Destruktionstrieb, die Aggressivität und Morbidität vorherrschend sind.

° Samuel, Geoffrey - Civilized Shamans - Buddhism in Tibetan Societies - Washington u. a. 1993

Samuels Text ist im eigentlichen Sinne nicht als kritisch zu bezeichnen. Im Gegenteil, er verherrlicht den anarchistischen Aspekt der tibetischen Kultur. Das macht sein Buch zu einer beeindruckenden Sammlung von Ereignissen und Milieuschilderungen der tibetischen "Subkulturen". Für ihn stehen jedoch gesellschaftliche Anarchie und buddhokratischer Staatsapparat zu einander in einem fruchtbaren Austausch. Wir sind dagegen davon überzeugt, dass der buddhistische Staat die antistaatlichen Elemente bewusst als soziales Ventil einbaut und eine Technik entwickelt hat, die man als gewollte Produktion von Anarchie zur Festigung der Staatsgewalt bezeichnen könnte.

° Schulemann, Günther - Die Geschichte der Dalai Lamas - Leipzig 1958

Eine sehr ausführliche und detaillierte Geschichte der tibetischen Kirchenfürsten und ihrer Religion. Keine Verherrlichung sondern eine Beschreibung des repressiven, buddhokratischen Staatsapparates und der miserablen Lage der einfachen Bevölkerung. Der Autor ist etwas linkslastig und sieht die Religion des Landes als einen reaktionären Überbau. Ein direkter Einfluss der Magie und des Ritualwesens auf die Gesellschaft wird von ihm nicht angenommen. Das Faktenmaterial dieses Buches ist für ein Verständnis der tibetischen Geschichte unabdingbar.

° Shaw, Miranda - Passionate Enlightenment - Women in Tantric Buddhism - Princeton 1994

Feministische Interpretation des tibetischen Tantrismus und seiner Geschichte. Das Buch zeigt die hohe Bedeutung, welche der Sexualmagie im tantrischen Buddhismus von Beginn an zugekommen ist und auch heute noch zukommt. Shaw (University of Richmond, USA) sieht aber alle Tantras als ursprünglich gynozentrische Kulte, die im Laufe der Geschichte von einer patriarchalen Mönchselite (vor allem den tibetischen Lamas) usurpiert wurden. Mit dieser männlichen Herrschaftsschicht geht sie jedoch nicht allzu scharf ins Gericht, weil diese ja andererseits das wertvolle gynozentrische Wissen aufbewahrt habe. Jetzt - so Shaw - sei die Zeit, dass die Frauen ihre Mysterien und ihre alte Machtstellung zurückerobern. Sie übernimmt unüberprüft die sexualmagischen Praktiken der tibetischen Mönche nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Bei ihr spielen nun die Frauen die Hauptrolle der Initiationsmeisterinnen, welche umgekehrt die Männer - nach ihrem Gutdünken - in die Mysterien einweihen. Eine wirkliche Begegnung der Geschlechter im sakralen Raum spielt für die Autorin grundsätzlich keine Rolle. Wir kritisieren sie vor allem deswegen, weil sie theoretisch die androzentrische Physiologie des männlichen Energiekörpers auf die Frauen überträgt, ohne zu hinterfragen, ob dies überhaupt möglich ist.

° Sierksma, Fokke - Tibet's Terrifying Deities - Sex and aggression in religious acculturation - The Hague 1966

Fokke Sierksma war in den 60er Jahren einer der bedeutendsten niederländischen Psychologen und Kulturforscher. Er zeigt in seinem Buch auf, dass die tibetische Kultur ein äusserst aggressives und kriegerisches Potential beinhaltet. Insbesondere untersucht seine Studie die Beziehung von Sexualität und Aggression, Libido und Todestrieb (Thanatos), wobei die Morbidität und die Todessehnsucht - nach Sierksma - im tibetischen Buddhismus ein überragendes kulturelles Übergewicht erhält.

° Snellgrove, David - Indo-Tibetan Buddhism - Indian Buddhist and their Tibetan Successors - Bd.1 und Bd. 2 - Boston 1987

David Snellgrove gilt als ein Altmeister der Tibetforschung. Seine Analyse ist hervorragend, insbesondere weil er versucht, die Staats- und Religionsgeschichte des Landes sowie das Ritualwesen kulturhistorisch miteinander in Beziehung zu bringen. Es gibt bei ihm keine unkritische Identifikation mit der östlichen Religion. Ohne Scheu behandelt er die Aggressivität und Frauenverachtung der Tantras und schildert ohne Verzerrungen die kriegerischen und blutigen politischen Machtkämpfe zwischen den einzelnen Mönchsfraktionen bis hinein in die Neuzeit.

° Sperling, Eliot "Orientalism' and aspects of violence in the tibetan tradition" - Manuskript 1997

Wie Toni Huber zählt Sperling zur jungen Generation kritischer Tibetologen, die einen Aufstand gegen die buddhistische Konfessionalisierung ihrer Wissenschaft wagen. Auf der internationalen Bonner Tibetkonferenz ("Mythos Tibet", 1997) behandelte er zahlreiche Formen der Gewalt in der tibetisch - buddhistischen Tradition und Geschichte und stellte den tibetischen Buddhismus als eine Religion dar, die zumindest historisch gesehen als das Gegenteil von "friedfertig" zu bezeichnen ist.

° Stein, Rolf A. - Die Kultur Tibets - Berlin 1993

Ein Klassiker, der die Widersprüche und Vielschichtigkeit der tibetischen Kultur sehr gut zur Darstellung bringt. Für Stein ist die alttibetische Gesellschaft ein atavistisches Modell, das ihm historisch überholt erscheint und das nur noch das Interesse der Wissenschaft verdient.

° Victoria, Brian - Zen, Nationalismus und Krieg - Eine unheimliche Allianz - Berlin 1999

Eine bedeutende Studie zum Thema ZEN und Faschismus. Rezension siehe dort.

 

 

 

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