Der Schatten des Dalai Lama

Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus

 

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EXPOSÉ 1

10 THESEN

EINLEITUNG

° INHALTSANGABE

° POSTSCRIPTUM


10 THESEN

Das Buch "Der Schatten des Dalai Lama" überprüft folgende 10 Thesen:

Der tibetische Buddhismus ist:

eine atavistische Religion, die (auch wenn dies seine Anhänger leugnen) auf Magie, Geisterglaube, Beschwörungs- und Opferritualen beruht. Die friedvollen Grundlagen der ursprünglichen Buddhalehre bilden hierfür nur den äußeren Rahmen.

ein sexualmagischer Mysterienkult (Tantrismus). Es behandelt zentral die psychische, physische und metaphysische Ausbeutung der Frau und der weiblichen Energie für politische und religiöse Machtzwecke.

eine Verbindung von Magie und Politik. Die Ritualmagie, insbesondere die Sexualmagie der Tantras, wurden und werden immer noch eingesetzt, um die Politik des lamaistischen Staates günstig zu beeinflussen. Sie bilden die Grundlagen für ein absolutistisches Systems, in dem sich spirituelle und weltliche Macht in einer Person, dem "Dalai Lama", vereinen. Er ist der höchste Zeremonienmeister, er leitet das höchste buddhokratische Ritual, das Kalachakra Tantra", er richtet sich nach der höchsten Vision - dem Shambhala Mythos.

der Versuch, mit magisch- symbolischen Mitteln die realpolitische Herrschaft über die Welt, über alle Völker und alle Religionen zu errichten. Das Kalachakra Tantra bekennt sich (ebenso wie der Shambhala Mythos) zu einer bewussten Manipulation der Gläubigen, einem krassen Feindbilddenken, einem aggressiven Kriegerethos und einer apokalyptischen Endzeitlösung, die im Jahre 2327 eintreten soll und zur Errichtung einer globalen Buddhokratie führen soll. Der tibetische Buddhismus ist demnach ein fundamentalistischer Kulturentwurf

eine Buddhokratie, die den "Dalai Lama" als ihr Oberhaupt und als "lebende Gottheit" verehrt. Seit Jahrhunderten erobert und festigt die Mönchselite in Tibet mit allen Mitteln (einschließlich mit Mord und mit Krieg) ihre Macht. Auch bei den Exiltibetern und dem XIV Dalai Lama bestimmen Orakelwesen und Ritualmagie weit mehr die Politik als demokratische Willensbildung und Parlamentarismus.

eine traditionelle Kriegerkultur. Das westliche Bild vom friedliebenden Tibeter und der alttibetischen Gesellschaft als einem irdischen Paradies ist falsch. Der Dalai Lama gilt nicht nur als die Inkarnation einer pazifistischen und mitfühlenden Gottheit. Hinter ihm und seiner Institution verbergen sich ebenso die tibetischen Kriegsgötter. Er selber und seine Vorgänger waren in zahlreiche Kriegshandlungen verwickelt.

eng verwoben mit dem Faschismus. Es bestehen klare ideologische und kultische Parallelen sowie persönliche Kontakte zum Faschismus, Neofaschismus und zum "esoterischen Hitlerismus". Auch die faschistoiden Ideen, Riten und Sexualpraktiken des japanischen "Giftgasguru" Shoko Asahara sind durch das Kalachakra Tantra vorgeprägt. Die Begegnungen Asaharas mit dem XIV Dalai Lama können nicht als Zufall abgetan werden.

eine Manipulation des Bewusstseins. Die im Kalachakra Tantra intendierte buddhokratische Eroberung des Westens hat einen schwindelerregenden Erfolg in vielen sozialen und wissenschaftlichen Bereichen aufzuweisen: In der Medienkultur (vor allem Hollywood), in der Politik, in der Ökologie, in der Informatik, in der Bewusstseinsforschung, selbst im Feminismus. Er präsentiert sich durch bewusste Falschinformationen als spirituelle Alternative zur "materiellen und dekadenten" Kultur des Westens

ein verdeckter Beitrag zum "Kampf der Kulturen", der nach außen hin die Weltökumene für seine zahlreichen Toleranz- und Friedensbotschaften benutzt, aber von seinem ideologisch-religiösen Kern her (Kalachakra Tantra, Shambhala Vision) darauf ausgerichtet ist, andere Religionssysteme zugunsten des eigenen auszuschalten. Der tibetische Buddhismus trägt in sich den Keim für eine aggressive panasiatische Ideologie.

trotz allem, ein System, aus dem ein origineller religions-philosophischer Entwurf jenseits überholter und fragwürdiger Traditionen entstehen könnte.


EINLEITUNG

Licht und Schatten

Nachdem Buddha tot war, zeigte man noch

Jahrhunderte seinen Schatten in einer Höhle

- einen ungeheuren schauerlichen Schatten.

Gott ist tot: aber so wie die Art der Menschen

ist, wird es vielleicht noch Jahrtausende lang

Höhlen geben, in denen man seinen Schatten

zeigt - und wir - wir müssen auch noch

seinen Schatten besiegen.

(Friedrich Nietzsche)

Der Buddhismus als Praxis und Philosophie hat sich in den letzten 30 Jahren so schnell über die westliche Welt verbreitet und ist schon so häufig zu einem Medienereignis geworden, dass sich mittlerweile jeder an kulturellen Fragen Interessierte irgendwelche wie auch immer geartete Vorstellungen davon macht. Bei der "abendländischen" Konstruktion des Buddhismusbildes ist es allgemein üblich, die Lehre des Gautama Buddha als ein positives östliches Gegenmodell zur dekadenten Kultur und Zivilisation des Westens herauszustellen: Das Abendland brachte Krieg und Ausbeutung in die Weltgeschichte - der Buddhismus dagegen steht für Friede und Freiheit; der westliche Rationalismus zerstörte Umwelt und Leben - die östlichen Weisheitslehren dagegen bewahren und sichern das Leben und die Umwelt. Meditation, Mitgefühl, Gelassenheit, Einsicht, Gewaltlosigkeit, Bescheidenheit und Vergeistigung Asiens stehen gegen Aktionismus, Egomanie, Unruhe, Indoktrinierung, Gewalt, Arroganz und Materialismus Europas und Nordamerikas. Ex oriente lux - "aus dem Osten kommt das Licht" - in occidente nox - "im Westen herrscht finstere Nacht".

Dieses Ausspielen der östlichen Hemisphäre gegen die westliche finden wir nicht nur als das "Geschäft" naiver Gläubiger und eifriger tibetischer Lamas. Im Gegenteil, der Wertevergleich hat sich als eine beliebte philosophische Spekulation in der okzidentalen Intelligenzjia verbreitet, die hierbei mit ihrem eigenen Untergang kokettiert.

Auch die Creme von Hollywoods Filmwelt bekennt sich heute gerne und offen zur buddhistischen Lehre (oder was sie darunter versteht), insbesondere wenn sie aus dem Munde tibetischer Lamas stammt. "Tibet leuchtet heller als jemals auf der Showbusiness Landkarte." - lesen wir 1997 im Herald Tribune - "Tibet ist dabei in die Volkskultur des Westens einzudringen, wie es nur einer kann, wenn Hollywood die Unterhaltungsspritze in das Weltsystem tätigt. Erinnern wir uns daran, dass Hollywood neben dem U.S. Militär die mächtigste Kraft auf der Welt darstellt." (Herald Tribune, 20. März, 1997, 1, 6) Orville Schell, der an einem Buch über Tibet und der Westen arbeitet, sieht die "Hollywood Connection" des Dalai Lama als einen Ersatz für das fehlende diplomatische Corps, das die Interessen des exiltibetischen Hierarchen international vertreten könnte: "Da er (der Dalai Lama) keine Botschaften hat, und da er keine politische Macht hat, muss er etwas anderes suchen. Hollywood ist eine Art eigenständiges Land, und er hat hier eine Art von Botschaft etabliert." (Newsweek, Mai 19, 1997, 24)

Immer mehr Prominente insbesondere aus dem Showbusiness glauben, im tibetischen Buddhismus jene Heilsbotschaft gefunden zu haben, die endlich Frieden und Ruhe in der Welt schaffen kann. Der für seine gewalttätigen Filmsujets berühmte Regisseur Martin Scorsese ruft angesichts seines jüngsten Films (Kundun), den er über den jungen Dalai Lama gedreht hat, pathetisch aus: "Gewalt ist keine Lösung, funktioniert nicht mehr. Wir sind am Ende des schlimmsten Jahrhunderts, in dem die größten Grausamkeiten der Geschichte passiert sind ... Die Natur des Menschen muss sich ändern. Was gepflegt werden muss, ist Liebe und Mitgefühl." (Focus, 46/1997, 168) Von dem Karatefilmhelden Steven Segal, der sich selbst als die Inkarnation eines tibetischen Lamas sieht, erfahren wir: "Ich bin seit 20 Jahren Buddhist, lebe seitdem in Harmonie mit mir und der Welt". (Bunte, 6.11. 1997, 24) Für den Schauspieler Richard Gere, einer der engsten westlichen Vertrauten des Dalai Lama, besteht "die feine Ironie des Buddhismus (darin), dass der einzige Weg zu wirklichem Glück bedeutet, unser eigenes Glück jedem und allen anzubieten." (Bunte, 6.11. 1997, 25) Helmut Thoma, Chef des deutschen Fernsehsenders RTL, sieht die Religion aus dem Osten nicht weniger positiv: "Buddhisten gehen freundlich wohlwollend und mitfühlend gütig miteinander um. Sie sehen keinen Unterschied zwischen eigenem und fremdem Leid. Ich bewundere das." (Bunte, 6.11. 1997, 24) Auch die Filmschauspielerin Christine Kaufmann schwärmt: "Im Buddhismus heisst es: Geniesse Phasen des Glücks, denn diese sind vergänglich." (Bunte, 6.11. 1997, 21) Sharon Stone, Uma Thurman, Tina Turner, Patty Smith, Meg Ryan, Doris Dörrie, Shirley MacLaine sind nur einige der Filmgrößen und Sängerinnen, die der Lehre des Gautama Buddha folgen.

Die westlichen Medien sind nicht weniger euphorisch. Unzählige Berichte in allen europäischen Sprachen, ob in "seriösen" Blättern oder in der Regenbogenpresse, preisen die die Lehre aus dem Osten als die "ideale Religion unserer Zeit" an. Zum Beispiel die auflagenstarke deutsche Illustrierte Bunte. Dort war 1997 zu lesen: Der Buddhismus predige keine Moral, fordere zum Spaß auf, unterstütze Winner, habe im Gegensatz zu anderen Glaubensbekenntnissen eine saubere Vergangenheit ("keine Leichen im Keller"), verehre die Natur als Kathedrale, mache Frauen schön, fördere die Sinnlichkeit, verspreche ewige Jugend, schaffe ein Paradies auf Erden, reduziere Stress und Körpergewicht. (Bunte, 6.11. 1997, 20 ff.)

Die bereits jetzt zum Mythos gewordene "Buddhisierung des Westens" ist das Werk vieler. Mönche, Gelehrte, begeisterte Schüler, großzügige Sponsoren, Okkultisten, Hippies und alle Arten von "Orientfahrern" haben daran gearbeitet. Aber unter ihnen allen ragt "Seine Heiligkeit" Tenzin Gyatso der XIV Dalai Lama hervor, wie der Himalaja über allen anderen Gipfeln unseres Planeten. Zeitlos, gigantisch, respektvoll, tolerant, geduldig, bescheiden, schlicht, humorvoll, herzlich, sanft, gütig, geschmeidig, erdhaft, harmonisch, transparent, rein und immer wieder lachend und lächelnd - so kennt mittlerweile jeder den Kundun (tibetisch.: "Präsenz" oder auch "lebender Buddha"). Es gibt keine positive menschliche Eigenschaft, die nicht irgendwo einmal vom Dalai Lama behauptet worden wäre. Für zahlreiche Bewohner unseres Planeten, auch wenn diese keine Buddhisten sind, repräsentiert er die respektabelste lebende Persönlichkeit unserer Epoche.

All die kostbaren Qualifikationen eines gütigen und vertrauenswürdigen Charakters, die wir bei unseren westlichen Politikern und abendländischen Kirchenfürsten umsonst suchen, glauben viele in der schlichten Person dieses buddhistischen Mönchs entdeckt zu haben. In einer Welt der Böswilligkeit, des Materialismus und der Korruption repräsentiert er den guten Willen, die Sphäre des Geistes und die Lotosblume der Reinheit; im Wirbel der Nichtigkeiten und der Hektik steht er für Sinn, Ruhe und Festigkeit; im Konkurrenzkampf des modernen Kapitalismus und im Zeitalter der Katastrophenmeldungen ist er ein Garant der Gerechtigkeit und des klaren und unerschütterlichen Willens; im Kampf der Kulturen und der Völker erscheint er als der Friedensapostel; im weltweit aufbrechenden religiösen Fanatismus predigt er Toleranz und Gewaltlosigkeit.

Seine Anhänger verehren ihn als eine Gottheit, als einen "Lebenden Buddha" (Kundun), und bezeichnen ihn als ihren "Gottkönig". Nicht einmal die katholischen Päpste und die mittelalterlichen Kaiser beanspruchten eine so hohe spirituelle Position, denn sie verbeugten sich noch vor ihrem "Höchsten Herrn" (Gott) als dessen oberste Diener. Der Dalai Lama dagegen wirkt und handelt - jedenfalls der tibetischen Doktrin nach - als dieses "Höchste" selbst. In ihm offenbart sich die mystische Gestalt des ADI BUDDHA (des Höchsten Buddha), er ist ein religiöses Ideal in Fleisch und Blut. Gewaltige Hoffnungen zieht der Kundun in bestimmten Kreisen als der neue Heilsbringer auf sich. Nicht nur Tibeter und Mongolen, sondern auch viele Chinesen und Westler sehen in ihm einen modernen Messias.

So menschlich sich der Mönch aus Dharamsala (Indien) auch gibt, so umwittern seine Person doch die okkultesten Spekulationen. Viele, die ihm begegnet sind, glaubten dem Übernatürlichen gegenüber zu stehen. Was Moses verwehrt war, nämlich in das Antlitz seines Gottes (Yahwe) zu blicken, das ist gläubigen Buddhisten im Falle des "Gottkönigs", der zu den Menschen vom Dach der Welt hinabgestiegen ist, möglich geworden - und dieses Antlitz zeigt keinen Zorn, sondern lächelt mild, gütig und herzlich.

Das esoterische Pathos in der Charakterisierung des Dalai Lamas hat schon längst die Grenzen buddhistischer Insidergruppen überschritten. Es sind Berühmtheiten aus dem großen Showbusiness und selbst Artikel aus der "seriösen" westlichen Presse, die mit gewichtigen Worten den mystischen Flair des Kunduns einfangen: "Die Faszination ist die Suche nach dem Dritten Auge" - schreibt Melissa Mathison, die Drehbuchautorin von Martin Scorseses Film Kundun im Herald Tribune - "Die Amerikaner erhoffen eine Art magische Tür in eine mystische Sphäre und glauben, es gibt einen mysteriösen Grund hinter den Dingen, eine kosmische Erklärung. Tibet bietet den extravagantesten Ausdruck des Mystischen, und wenn Menschen Seiner Heiligkeit (dem Dalai Lama) begegnen, kannst du auf ihren Gesichtern erkennen, dass sie hoffen, auf das gestoßen zu werden, was ihr Leben übersteigt und sie wo anders hin mitnimmt." (Herald Tribune, 20. März, 1997, 6)

Dennoch - und das ist ein weiteres Wundermärchen - verträgt sich die omnipotente Rolle des Gottkönigs mit der mönchischen Bescheidenheit und Schlichtheit, die er zur Schau trägt, ausgezeichnet. Ja gerade diese schillernde Kombination des Höchsten ("Gottkönig") und Mächtigsten mit dem Niedrigsten ("Bettelmönch") und Schwächsten macht den Dalai Lama für viele so faszinierend - verständliche Worte, ein gütiges Lächeln, eine billige Robe, schlichte Sandalen und dahinter die Allgewalt des Göttlichen. Mit seinem ständig wiederholten Satz - "Ich ... sehe mich in erster Linie als einen Menschen und als einen Tibeter, der es sich ausgesucht hat, ein buddhistischer Mönch zu sein" - hat Seine Heiligkeit die Herzen des Westens erobert. (Dalai Lama XIV, 1993 I, 7) Einer solchen Person können wir Glauben schenken, bei ihm können wir Zuflucht suchen, bei ihm erfahren wir etwas über die Weisheiten des Lebens und des Todes.

Einen ähnlichen Umkehreffekt hat auch ein anderer Lieblingssatz des Kunduns, der besagt, dass die Institution des Dalai Lama in Zukunft überflüssig sein könne. "Vielleicht wäre es wirklich gut, wenn ich der letzte wäre!" (Levenson, 366) Solche Bekenntnisse zur eigenen Überflüssigkeit treiben den Menschen Tränen in die Augen und werden nur noch durch die Prognose des "Gottkönigs" übertroffen, dass er wohl möglich in seinem nächsten Leben als Insekt inkarniere, um diesen niederen Lebewesen nun als ein "Insektenmessias" zu helfen. Jeder wünscht sich nach solchen herzergreifenden Prophezeiungen nichts mehr, als dass die Institution des Dalai Lama auf Ewigkeit Bestand haben möge.

Ebenso beeindruckend und erschütternd wirkt die politische Ohnmacht des Landes, aus dem der Hierarch fliehen musste. Das Bild vom unschuldigen, friedlichen, spirituellen, schutzlosen und kleinen Tibet, das durch den gnadenlosen, menschenverachtenden und materialistischen chinesischen Giganten zu Boden gedrückt und gepeinigt wird, hat das "Schneeland" und seinen Mönchskönig zu einem weltweiten Symbol für eine "pazifistische Résistance" gemacht. Je mehr Tibet und sein "sakraler König" bedroht sind, desto höher steigt deren spirituelle Autorität, desto mehr wird der Kundun zu einer moralischen Weltinstanz. Ihm ist das Unmögliche gelungen, aus seiner Schwäche seine Stärke zu ziehen.

Die zahlreichen Reden des XIV Dalai Lamas, seine Interviews, Statements, Schriften, Biographien, Bücher und seine zahllosen Einleitungen und Vorworte zu Texten, die nicht aus seiner Feder stammen, behandeln fast ausschließlich solche Themen wie Mitgefühl, Güte, Herzlichkeit, Liebe, Gewaltlosigkeit, Menschenrechte, Ökologische Visionen, demokratische Bekenntnisse, religiöse Toleranz, innere und äußere Spiritualität, Segen der Wissenschaft, Weltfrieden und so weiter. Man wäre ein Bösewicht, würde man dem, was dort geschrieben und gesagt wird, nicht voll zustimmen. Das Bewusstsein zu schulen, geistige Ruhe herzustellen, innere Genügsamkeit zu kultivieren, Zufriedenheit zu pflegen, Achtsamkeit zu üben, die Selbstsucht aufzuheben, anderen zu helfen - welch ein verantwortungsvoller Mensch könnte sich damit nicht identifizieren? Wer sehnt sich nicht nach makelloser Liebe, klarer Geisteshaltung, Großmut und Erleuchtung?

Der Dalai Lama erscheint in der westliche Zivilisation als das reinste Licht. Er repräsentiert - nach Aussage des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter - einen neuen Typus von World Leader, der die Prinzipien des Friedens und des Mitgefühls in das Zentrum seiner Politik stellt, der durch seine freundliche und gewinnende Art allen Menschen zeigt, wie mit Ausdauer und Geduld die schwersten Schicksale zu ertragen sind. Für mittlerweile Millionen symbolisiert er humane Würde und globale Verantwortung.

Kaum einer hat es denn auch bis hinein in die jüngste Zeit gewagt, an dieser ohn- und übermächtigen Lichtgestalt Kritik zu üben, mit Ausnahme seiner Erzfeinde, die chinesischen Kommunisten. Aber wie aus heiterem Himmel schob sich im Jahre 1996 eine düstere Wolke vor den Lichterkranz, der von dem "lebenden Buddha" ausstrahlte. Anschuldigungen, Vorwürfe, Verdächtigungen und Belastungen tauchten in den Medien auf. Zuerst im Internet, dann in einzelnen Presseberichten und schliesslich in Fernsehsendungen (siehe Deutsches Fernsehen, ARD, Panorama vom 20.11.97 und Schweizer Fernsehen, SF 1, "10 vor 10", 5., 6., 7., 8., Jan. 1998). In der gleichen Zeit, wo die grossen Stars in Hollywood für ihren tibetischen Gott einen Medienaltar errichten, mehrten sich die öffentlichen Angriffe auf den Dalai Lama. Der unerwartete Katalog der Anklagepunkte wäre selbst für einen profanen Politiker peinlich, für einen "Gottkönig" aber ist er horrend. Und die Angreifer stammen diesmal nicht aus dem chinesischen Lager, sondern die Attacken werden aus den eigenen Reihen geritten.

In einem offenen Brief an den Kundun, der von Exiltibetern verfasst worden sein soll, und der sich mit dem "Despotismus" des Hierarchen auseinandersetzt, können wir folgende heftige Sätze lesen: "Der Grund (für die Despotie) ist eine unsichtbare Krankheit, die immer noch da ist und die unmittelbar ausbricht, wenn verschiedene Bedingungen gegeben sind. Und worin besteht diese Krankheit? Es ist das Festhalten an Ihrer eigenen Macht. .... Seine Heiligkeit will ein großer Führer sein, aber Sie wissen nicht, dass es zur Erfüllung dieses Wunsches notwendig ist, ein 'politisches Bodhisattva Gelübde' abzulegen. Stattdessen haben Sie den falschen 'politischen Pfad der Machtanhäufung' eingeschlagen, der dann zu einem ständig falschen Weg geführt hat. Sie sind der Meinung gewesen, dass Sie, um ein großer Führer zu sein, zu aller erst und vor allem anderen Ihre eigene Position sichern müssen, so dass Sie, wo auch immer irgendeine Opposition gegen Sie aufbrach, sich verteidigen mussten, und das ist ansteckend geworden. .... Mehr noch, um (andere) Lamas herauszufordern, haben Sie die Religion für Ihre Ziele benutzt. Zu diesem Zweck haben Sie einen blinden Glauben innerhalb des tibetischen Volkes entwickelt. ... Zum Beispiel haben Sie damit begonnen, die Kalachakra Initiationen öffentlich zu geben. Dann haben Sie angefangen, sie kontinuierlich als eine große Sache für Ihre politischen Ambitionen zu benutzen. Das Resultat war, dass jetzt das tibetische Volk genau in die gleiche schmuddelige und schmutzige Vermischung von Religion und Politik der Lamas zurückgefallen ist, die Sie so treffend in früheren Zeiten kritisiert haben. ... Sie haben die Tibeter zu Eseln gemacht. Sie können sie zwingen, hier und dorthin zu gehen, wie es Ihnen gerade gefällt. In Ihren Worten sagen Sie immer, dass Sie wie Gandhi sein wollen, in Ihren Handlungen aber sind Sie ein religiöser Fundamentalist, der den religiösen Glauben dazu benutzt, um politische Ziele zu verfolgen. Ihr Bild ist der Dalai Lama, Ihr Mund ist Mahatma Gandhi und Ihr Herz ist das eines religiösen Diktators. Ihr seid ein Betrüger und es ist sehr traurig, dass an der Spitze all des Leidens, das es noch erdulden muss, das tibetische Volk einen Führer wie Sie ertragen muss. Die Tibeter sind fanatisch geworden. Sie sagen, dass der Name des Dalai Lama wichtiger sei als das Prinzip Tibet. Sie haben Ihr Ziel erreicht. .... Bitte, wenn Sie glauben ein Wesen wie Gandhi zu sein, bringen Sie Tibet nicht in eine Lage, die dem Stil eines Kirchenstaates aus dem 17. Jahrhundert in Europa vergleichbar ist." (Newsgroups, Sam, 27.05.1996)

Die Liste der Beschuldigungen bricht nicht mehr ab. Hier einige der Punkte, welche man dem Kundun seit gut einem Jahr (seit 1997) vorwirft, und auf die wir im Verlaufe unserer Studie ausführlich zu sprechen kommen: Verbindung mit dem japanischen "Giftgasguru" Shoko Asahara ("Asahara Affäre"); Gewaltsame Unterdrückung der freien Religionsausübung in den eigenen Reihen ("Shugden Affäre"); Spaltung der anderen buddhistischen Sekten ("Karmapa Affäre"); häufiger sexueller Missbrauch von Frauen durch tibetische Lamas ("Sogyal Rinpoche und June Campbell Affäre"); Intoleranz gegenüber Homosexuellen; Verwicklung in einen Ritualmord (Ereignisse vom 4. Februar 1997); Beziehung zum Nationalsozialismus ("Heinrich Harrer Affäre"); Nepotismus ("Yabshi Affäre"); Ausverkauf des eigenen Landes an die Chinesen (Verzicht auf die Souveränität Tibets); politische Lüge; Geschichtsklitterung und vieles andere mehr. Aus dem Gott ist über Nacht ein Dämon geworden.

Und auf einmal beginnt man sich auch im Westen, wenn auch noch sehr zaghaft, zu fragen, ob der Lichtkönig aus dem Himalaya nicht einen monströsen Schatten hat? Wenn wir vom "Schatten" des Dalai Lama sprechen, dann meinen wir damit eine mögliche dunkle, düstere und "schmutzige" Seite in seiner Person und in seinem politisch- religiösen Amt im Gegensatz zu der reinen und glänzenden Gestalt, in der er als der "größte lebende Friedensheld unseres Jahrhunderts" das Bewusstsein von Millionen verzaubert.

Den meisten Menschen, die ihn persönlich oder durch die Medien kennen gelernt haben, ist ein solcher Nachtaspekt Seiner Heiligkeit überhaupt kein Begriff. Sie kämen gar nicht auf die Idee, dass es so etwas geben könnte, denn der Kundun hat es brillant verstanden, alles Bedrohliche und Dämonische im tibetischen Buddhismus und die vielen finsteren Kapitel in der Geschichte Tibets zu verschleiern. Es ist ihm bis 1996 gelungen - sieht man von den nicht sehr fundierten chinesischen Kritiken ab - den Sonnenhelden auf der Weltenbühne zu spielen.

PLATOS HÖHLE

Der Schatten - das ist die "andere Seite" einer Person, ihr "verstecktes Gesicht", der Schatten sind ihre "okkulten Tiefen". Mit unserem Schatten - so lehrt uns die Tiefenpsychologie - können wir auf vierfache Weise umgehen: Wir können ihn verleugnen, verdrängen, auf andere Personen projizieren oder integrieren.

Aber die Schattenthematik hat nicht nur ihre psychologische Seite, sie ist seit Platos berühmtem Höhlengleichnis zu einem beliebten Motiv der abendländischen Philosophie geworden. Plato erzählt in der Politeia (Der Staat), der "unerleuchtete" Mensch lebe in einer Höhle mit dem Rücken zum Eingang. Draußen leuchte das Licht der ewigen und wahrhaftigen Wirklichkeit - doch da die Menschen dieser den Rücken kehren, sehen sie nur die Schatten der Realität, die schemenhaft über die vor ihren Augen liegende Höhlenwand huschen. Die menschliche Aufmerksamkeit ist magisch gefesselt von dieser Schattenwelt, deswegen nimmt sie nur Träume und Illusionen wahr, niemals aber die höhere Wirklichkeit selbst. Wenn ein Höhlenbewohner eines Tages aus seiner düsteren Behausung entkommen kann, erkennt er, dass er in einer Scheinwelt gelebt hat.

Dieses Gleichnis hat Friedrich Nietzsche im Aphorismus 108 der Fröhlichen Wissenschaft kolportiert und - das macht seine Worte für uns so interessant - auf die Gestalt des Buddha angewandt: "Nachdem Buddha tot war," - schreibt Nietzsche - "zeigte man noch Jahrhunderte seinen Schatten in einer Höhle - einen ungeheuren schauerlichen Schatten. Gott ist tot: aber so wie die Art der Menschen ist, wird es vielleicht noch Jahrtausende lang Höhlen geben, in denen man seinen Schatten zeigt - Und wir - wir müssen auch noch seinen Schatten besiegen."

Es ist nicht ohne Reiz, ausgehend von diesem Aphorismus, Spekulationen über den Dalai Lama anzustellen. Immerhin wird er als "Gott" beziehungsweise als ein "lebender Buddha" (Kundun) verehrt, als ein Höchstes Erleuchtungswesen. Aber - so könnten wir mit Nietzsche argumentieren - der wirkliche Buddha ("Gott") ist tot. Haben wir es deswegen in der Gestalt des Dalai Lama nur noch mit seinem Schattenbild zu tun? Sind vom ursprünglichen Buddhismus nur noch Pseudo- Dogmen, Pseudo- Rituale oder Pseudo- Mysterien übriggeblieben? Hat uns der historische Buddha Shakyamuni seinen "schauerlichen Schatten" (den Dalai Lama) hinterlassen und sind wir dazu aufgefordert, uns davon zu befreien? Man könnte jedoch auch darüber spekulieren, ob die Menschen vom Dalai Lama selber nur die Schattenumrisse wahrnehmen, weil sie in der Höhle eines unerleuchteten Bewusstseins leben. Würden sie dagegen diese Scheinwelt verlassen, dann trete ihnen der Kundun als die Höchste Lichtgestalt und als der Höchste Buddha (ADI BUDDHA) entgegen.

Auf solche und ähnliche metaphysischen Fragen wollen wir im Verlauf unserer Studie über den Dalai Lama und den tibetischen Buddhismus eine konkrete Antwort geben. Wir müssen aber zu diesem Zweck unsere Leser und Leserinnen in die Höhle (Nietzsches) führen, in der dieser "schauerliche Schatten" des Kunduns (eines "lebenden Buddhas") an der Wand erscheint. Diese Höhle blieb bisher für ein öffentliches Publikum verschlossen und durfte von Uneingeweihten niemals betreten werden.

Jeder tibetische Tempel weist im Übrigen einen solchen unheimlichen Schattenraum auf. Neben den verschiedenen sakralen Anlagen, in denen lächelnde Buddhastatuen Frieden und Gelassenheit ausstrahlen, gibt es dort eine geheime Kammer, Gokhang mit Namen, die nur von bestimmten Auserwählten besucht werden darf. Im Flackern halb erstickter Butterlampen, von rostigen Waffen, ausgestopften Tieren und getrockneten Leichenteilen umgeben, hausen im Gokhang die tibetischen Schreckensgötter. Hier versammeln sich die Einwohner eines gewalttätigen und monströsen Schattenreiches. Im übertragenen Sinne symbolisiert der Gokhang das düstere Ritualwesen des Lamaismus und die verborgene Gewaltgeschichte Tibets. Wir müssen also um den Dalai Lama (den "lebenden Buddha") wirklich kennen zu lernen, erst einmal in die "Höhle" (den Gokhang) hinabsteigen und dort eine Speläologie seiner Religion durchführen.

Unsere Studie ist in zwei große Kapitel aufgeteilt. Das erste beinhaltet eine Darstellung und Kritik der religiösen Grundlagen des tibetischen ("tantrischen") Buddhismus und trägt den Titel Ritual als Politik. Das zweite Kapitel (Politik als Ritual) untersucht die Machtpolitik des Kunduns (Dalai Lama) und deren historische Voraussetzungen.

"REALPOLITIK" UND "POLITIK DER SYMBOLE"

Unsere Studie ist in zwei Kapitel aufgeteilt. Das erste beinhaltet eine Darstellung und Kritik der religiösen Grundlagen und Mysterien des tibetischen ("tantrischen") Buddhismus und trägt den Titel Ritual als Politik. Das zweite Kapitel (Politik als Ritual) untersucht die Machtpolitik des Kunduns (Dalai Lama) und deren historische Voraussetzungen. Die Beziehungen von politischer Macht und Religion stehen also im Zentrum unseres Buches.

Alles, was in der profanen Welt geschieht - angefangen von den Naturereignissen über die große Politik bis hin zum Alltag - ist in archaischen Gesellschaften (wie der tibetischen) der Ausdruck dahinter wirkender transzendenter Mächte und Kräfte. Nicht die Menschen bestimmen ihr Schicksal, sondern sie liegen als Instrumente in den Händen von "Göttern" und "Dämonen". Aus dieser atavistischen Sichtweise, die das traditionelle Kulturerbe des tibetischen Buddhismus bestimmt, muss die "weltliche" Politik des Dalai Lama abgleitet werden, wenn wir sie überhaupt verstehen wollen. Denn die von ihm verwalteten Mysterien (in denen die "Götter" ihren Auftritt haben) bilden die Grundlage für seine politischen Visionen und Entscheidungen. Staat und Religion, Ritual und Politik sind für ihn nicht getrennt.

Was aber unterscheidet eine "Politik der Symbole" von der "Realpolitik"? In beiden Fällen geht es um Macht. Die Methoden, um Macht zu erobern und zu festigen sind jedoch unterschiedlich. Im realpolitischen Geschehen haben wir es mit Tatsachen zu tun, die von Menschen verursacht und gesteuert werden. Die Protagonisten sind hier Politiker, Militärs, Wirtschaftsbosse, Meinungsmacher, Kulturträger und so weiter. Die Methoden der Machtausübung sind Gewalt, Kriege, Revolutionen, Gesetze, Geld, Rhetorik, Propaganda, öffentliche Diskussionen, Bestechungen.

In der symbolisch - politischen Welt begegnen wir dagegen "übernatürlichen" Energiefeldern, das heißt "Göttern" und "Dämonen". Die irdischen Protagonisten des Geschehens sind zwar noch immer Menschen wie Kirchenfürsten, Priester, Magier, Gurus, Yogis und Schamanen - sie alle sehen sich jedoch als die Diener eines irgendwie gearteten übergeordneten göttlichen Willens oder sie übersteigen ihr Menschsein sogar und werden, wie im Falle des Dalai Lama, selbst zum "Gott". Seine Machtausübung besteht deswegen nicht nur in weltlichen Techniken, sondern ebenso in der Manipulation von Symbolen, im Ritus und in der Magie. Symbolbilder und rituelle Handlungen sind für ihn keine reinen Zeichen oder ästhetische Aufführungen sondern Instrumente, um die Götter zu aktivieren und um das Bewusstsein von Menschen zu beeinflussen. Seine politische Realität wird durch einen "metaphysischen Umweg" über die Mysterien gesteuert.

Diese Verflechtung von historischen und symbolischen Ereignissen führt zu der phantastisch anmutenden Metapolitik der Tibeter: Durch Ritualistik und Beschwörungen, durch magische Praktiken und Konzentrationsübungen glaubt der Lamaismus nicht nur auf den Geschichtsverlauf Tibets, sondern auf den unseres gesamten Planeten Einfluss zu gewinnen. Die Folge davon ist eine atavistische Kombination von Magie und Politik. Politische Entscheidungen werden anstatt vom Parlament und von der tibetischen Exilregierung von Orakeln und den hinter ihnen wirkenden übermenschlichen Wesen gefällt. Nicht mehr Parteien mit unterschiedlichen Programmen und Führern stehen sich in der politischen Arena als Gegner gegenüber, sondern verschiedene miteinander befeindete Orakelgötter.

Es ist vor allem die Person des Dalai Lama, in der sich das gesamte weltliche und spirituell- magische Potential der tibetischen Weltanschauung verdichtet. Er gilt der Tradition nach als ein sakraler König. All seine Handlungen, wie realpolitisch sie auch von seiner Umwelt wahrgenommen werden, stehen deswegen in einem tiefen Symbolzusammenhang mit den tibetischen Mysterien.

Diese sind seit jeher von Geheimnissen umwittert. Uneingeweihte haben nicht das Recht, sie zu betreten oder etwas darüber zu erfahren. Dennoch wurden in den letzten Jahren viele Informationen über das Kultwissen Tibets (niedergeschrieben in den sogenannten Tantra Texten und ihren Kommentaren) veröffentlicht und in europäische Sprachen übersetzt. Die Welt, die sich hier für ein modernes westliches Bewusstsein auftut, mag ebenso phantastisch wie faszinierend sein. In ihr verbinden sich theatralische Prachtentfaltung, mittelalterliche Magie, sakrale Sexualität, unerbittliches Asketentum, höchste Vergöttlichung und niedrigster Missbrauch der Frau, mörderisches Verbrechen, ethische Maximalforderungen, der Auftritt von Göttern und Widergöttern, mystische Ekstase und eiskalte Logik zu einer machtvollen, paradoxen Performance.

Mit dem Schatten des Dalai Lama haben wir eine spektakuläre "Kriminalgeschichte" des tibetischen Buddhismus vorgelegt, mit Anklagepunkten, von denen in der grossen Öffentlichkeit bisher so gut wie nichts bekannt ist. Wir zeigen jedoch, dass die "Verbrechen" des lamaistischen Klerus ihre Wurzeln nicht in einem bewussten Fehlverhalten der Menschen (oder einzelner Mönche) haben, sondern in den mythisch- rituellen Grundlagen des tantrischen Buddhismus selbst, und dass der Dalai Lama sowohl Täter als auch Opfer seiner eigenen atavistischen Religion ist.

Unsere "emotionslose" Dekonstruktion des Buddhismus gibt uns die Möglichkeit, am Ende unserer Studie (in einem Postskriptum) auf Glaubensinhalte, sakrale Methoden und ethische Grundsätze dieser östlichen Lehre aufmerksam zu machen, die als Elemente einer "buddhistischen" Vision jenseits der Traditionen dienen könnten.

Siehe weiter unter: INHALTSANGABE und POSTSCRIPTUM

 

 

 

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