TRIMONDI ONLINE  MAGAZIN

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Inhalte des Online Magazins

 


Zwischen Missbrauch

und Rechtspopulismus

 

Zur Europa Reise des Dalai Lama 2018

 

Auf seiner Europa Tour 2018 ist der 14. Dalai Lama mit zwei großen Themenkomplexen konfrontiert. Erstens mit den Missbrauchsfällen, die den Tibetischen Buddhismus seit dem letzten Jahr (2017) erschüttern. Immer wieder wird in den großen Medien darüber berichtet. Es ist von einer buddhistischen #MeToo Bewegung die Rede, die jedoch erst ganz am Anfang steht. Auch mehren sich die Stimmen, die behaupten, dass dieser sexuelle Missbrauch durch die sexualmagischen Rituale des Tantrismus, die zur Essenz dieser Religion zählen, im Tibetischen Buddhismus geradezu „institutionalisiert“ ist und dass es sich hierbei um ein Kultsystem handelt.

 

Der zweite Themenkomplex betrifft den Rechtspopulismus. Schon 2016 hatte sich der Dalai Lama, wohl der bekannteste Flüchtling der ganzen Welt, in die europäische Immigrationskrise eingemischt. In einem Interview der FAZ sagte er. „Andererseits sind es mittlerweile zu viele. Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland“. Nur drei Tage nachdem in Schweden die extreme Rechte fast die Wahl gewonnen hätte, erklärte er dort (2018): „Europa gehört den Europäern“. Selbst wenn man den beiden Sprüchen in ihrer Allgemeinheit zustimmen mag, so wurden sie doch in einer hochsensiblen politischen Lage getan, der sich die europäischen Länder zurzeit ausgesetzt sehen. Die Folge war, dass sich die gesamte New Right Bewegung in Europa von der AfD, dem Front National, den Identitären bis hin zur amerikanischen Alt Right jetzt auf den Dalai Lama als Kronzeugen berufen und Plakate mit seinen Flüchtlingssprüchen und seinem Porträt vertreiben. Das wiederum erinnert an seine persönlichen engen Kontakte zu ehemalige SS-lern wie Heinrich Harrer und Bruno Beger sowie an das große ideologische und okkulte Interesse von Faschisten und Nationalsozialisten, das sie verschiedenen Aspekten des Lamaismus entgegenbringen. Zudem müssen die beiden Aussagen des Dalai Lama noch im Zusammenhang mit den apokalyptischen Prophezeiungen des Kalachakra Tantra gesehen werden, ein Einweihungs-Ritual, das er seit Jahrzehnten oft vor Hundertausenden von Menschen durchführt und das einen brutalen Endzeitkrieg mit dem Islam voraussagen. 

 

Beide Themenbereiche (Sexualität und extreme Rechte) stehen im Zentrum der religionskritischen Auseinandersetzungen, die Victor und Victoria Trimondi seit Jahren mit dem Tibetischen Buddhismus führen. Sie sind in dem Trimondi Online Magazine durch zahlreiche Artikel dokumentiert. Ebenso behandeln die beiden Bücher, die das Autorenpaar hierzu veröffentlich hat, diese Themenkomplexe an zentraler Stelle und sie sind deswegen wieder hochaktuell. In ihnen wurden die derzeitigen politischen Ereignisse vorausgeahnt. Der Schatten des Dalai Lama und Hitler Buddha Krishna sind ein Menetekel, die auf eine totalitäre politische Entwicklung aufmerksam machen, wenn dieser nicht vorher Einhalt geboten wird:

 

Zehn Gründe, weshalb das Buch „Der Schatten des Dalai Lama“ hoch aktuell ist

 

Zehn Gründe, weshalb das Buch „Hitler-Buddha-Krishna“ hoch aktuell ist

 


2018

Nothing New“

Der Dalai Lama zum sexuellen

Missbrauch im Tibetischen Buddhismus

 

Der Fall „Sogyal Rinpoche“ und die buddhistische #MeToo Bewegung

 

Der Fall des Lamas Sogyal Lakar Rinpoche beschäftigt seit 2017 die buddhistische Welt weit über den Lamaismus hinaus. Er könnte sich zu einer schicksalhaften Erschütterung des gesamten tibetischen Religionssystems auswachsen. Deswegen klingen überall die Alarmglocken und die Elite des Lamas bis hinauf zum Dalai Lama versucht, die Welle, die da auf sie einstürzt, einzudämmen. Der Fall mag sich in der Tat als das große Signal erweisen, der zahlreichen westlichen Anhängern des Tibetischen Buddhismus endlich die Augen öffnet und ihnen bewusst macht, dass sie von dieser „Religion“ betrogen und an der Nase herum geführt wurden. (lesen)

 


2018

 

Institutionalisierter Missbrauch

im Tibetischen Buddhismus ?

 

Am 14. Juli 2017 veröffentlichten acht langjährige und verdiente Schüler des Lama Sogyal Rinpoche einen 12-seitigen Brief an Sogyal Lakar. Dieses Dokument beschreibt ungeschminkt und detailliert die seelischen, sexuellen, finanziellen und spirituellen Missbräuche, die der „Der Kostbare“ (das bedeutet „Rinpoche“) über Jahrzehnte betrieb. Es spricht offen von einem „physischen, emotionalen und psychischen Missbrauch von Schülerinnen und Schülern“. Die Anschuldigungen, obgleich schon vorher bekannt, schlugen diesmal wie eine Bombe ein, da die Verfasser in der tibetisch buddhistischen Szene hohes Ansehen genossen. Der Brief verursachte weltweit Wellen und führte zu einer buddhistischen #MeToo Bewegung. Das hat dazu geführt, dass sich der Dalai Lama auf seiner Europareise (2018) bereit erklärte, die Missbrauchsopfer in Holland zu empfangen. Er hatte sich vorher nur sehr vage zu den Vorwürfen geäußert und auf jeden Fall in der Öffentlichkeit den Eindruck hinterlassen, als habe er von den Vorkommnissen kaum Kenntnis gehabt. Diesmal aber musste er zugestehen: „Nothing new!“ –   schon seit den 90er Jahren habe er davon gewusst: „Sollte der Dalai Lama, der All-Wissende, der gute Freund und Genosse von Sogyal, dieser mutmaßliche sexuelle und physische Missbrauchstäter von Hunderten von westlichen Frauen, der nachweislich einen Harem hielt, nicht wissen, was mit seinem  Wohltäter, Lama Sogyal von Lakar, los ist? Natürlich weiß er das und er hat 25 Jahre lang seine gesamte Dalai-Lama-Schadensbegrenzungs-Propaganda-Maschine in den Dienst Sogyals gestellt.“ – schreibt Christine Chandler in ihrem neuen Buch Enthralled: The Guru Cult of Tibetan Buddhism (Ein Licht, das aus der Traumtrance des Tibetischen Buddhismus herausführt ) Sie war 30 Jahre lang Anhängerin des Tibetischen Buddhismus und hat endlich herausfinden können. Der hier abgedruckte Brief an Sogyal Lakar wurde mit Zitaten aus ihrem Buch kommentiert und ins Deutsche übersetzt. (lesen)

 


2018

 

Deutschland kann kein arabisches Land werden 

Deutschland ist Deutschland  

 

Kommentar zum F.A.Z. Interview des XIV. Dalai Lama

 

Am 31.05.2016 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview mit dem XIV. Dalai Lama.  Wer die Inhalte des Trimondi Online Magazins kennt, wird bald feststellen, dass dieses Interview zahlreiche Fragen anspricht, die von uns kritisch behandelt wurden, insbesondere unter dem Segment Krieg, Terror und Weltuntergänge im Lamaismus und Buddhismus. Das Interview liest sich deswegen wie eine Rechtfertigung gegenüber dieser Kritik, die sich mittlerweile immer weiter verbreitet hat: Die Gewaltbereitschaft von Buddhisten und ihre Abkehr von einem absoluten Pazifismus, die fundamentale und historisch bedingte Feindschaft mit dem Islam, die Beziehungen des Dalai Lamas zur CIA, die aktuelle und überraschende Ausbreitung von tibetisch buddhistischen Religionspraktiken in China, die Freundschaft des XIV. Dalai Lama zu dem ehemaligen U.S. Präsidenten George W. Bush und seine problematischen Kontakte zur religiösen Rechten in Indien  – all das sind Themen, die in dem Interview entweder unmittelbar angesprochen werden oder die sich hinter einer Fassade von unwahren Bekenntnissen zur Freiheit, zur Demokratie und zum Mitgefühl verbergen. Der Höhepunkt des Interviews aber ist die Aussage zur Flüchtlingskrise mit dem markanten Satz: „Andererseits sind es mittlerweile zu viele. Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland.“ Durch diese forsche Bemerkung hatte sich der Religionsführer nolens volens in die Gemeinschaft europäischer Rechtspopulisten eingereiht, die denn auch von dieser Schützenhilfe begeistert waren. Die Verbindung des Dalai Lama zur extremen Rechten hat Geschichte. (Lesen)

 


2018

 

Dalai Lama unterstützt Sex-Kult für 2 MILLIONEN Dollar

 

Im Januar 2018 veröffentliche die Daily Mail einen langen Artikel, der über die Verbindung des Dalai Lama mit einem Sex-Kult mit dem Namen NXIVM  berichtet. Die Schlagzeile war sensationell und lautete: „Dem Dalai Lama wurde 1 Million Dollar gezahlt, damit er einen frauenverachtenden Sexualkult nach einem geheimen Deal zwischen seinem U.S. Emissär, einem buddhistischen Mönch, und dessen Seagram Milliardärs-Geliebten unterstützt“. Es sollen jedoch zwei Millionen gewesen sein. (Lesen)

 


2018

 

Ein Licht, das aus der Traumtrance des Tibetischen Buddhismus herausführt

 

Rezension von Christine A. Chandlers Buch

Enthralled – The Guru Cult of Tibetan Buddhism

 

Chris Chandler ist mit ihrem Buch („Verzaubert: Der Guru Kult des Tibetischen Buddhismus“) eine Renegatin, die dem Lamaismus Jahre lang gedient hat und die jetzt ausgeschert ist. Deswegen nennt sie sich „Ex-Tibetan-Buddhist“ und managet eine Website gleichen Namens. Ihre kritische Studie ist brillant, authentisch, klar durchdacht und ohne Kompromisse. Wir hegen keine Zweifel daran, dass dieser Text viele westliche Anhänger des Tibetischen Buddhismus dazu veranlassen wird, ihre Religion ebenfalls problematisch zu sehen und sie dann zu verlassen. Er wird ihnen die Courage geben, den entscheidenden Schritt zu tun und andere wird er davor bewahren, dieses System jemals zu betreten. Die Autorin widmete ihr Buch „all den Missbrauchs-Opfern des tantrischen Lamaismus, deren Stimmen seit Jahrhunderten verschwiegen wurden.“ (Lesen)

 


2018

Der Dalai Lama und die Kinder

Kindermönche, Waisenkinder, missbrauchte Kinder, verbrannte Kinder

 

Das tibetische Mönchssystem „missbraucht“ Kinder. Die jungen Mönche werden von den Eltern, insbesondere von jeglicher Behütung und Erziehung durch Frauen entfremdet. Sie durchlaufen eine drastische und unmenschliche Ausbildung und sie sind Opfer der in den Klöstern weit verbreiteten Päderastie. Sogar bei den sinnlosen Selbstverbrennungen in den letzten Jahren waren viele der Suizidopfer fast noch Kinder. Während der Dalai Lama nach außen hin ein „Herz für die Kinder“ demonstriert, herrschen unter den Lamas Zustände, die noch das übersteigen, was man in den letzten Jahren über die Katholische Kirche erfahren hat. „Der sexuelle Missbrauch von Kindern innerhalb buddhistischer Klöster ist allgegenwärtig, aber er ist auch ein Verbrechen, das schwer zu verfolgen ist. Denn die Verbrechen, die hinter den Klostermauern geschehen, werden in den meisten Fällen ein Geheimnis bleiben und nur selten vor Gericht verhandelt werden.“ (weiterlesen) 

 


Kommentiertes Resümee des Stern Artikels

 

Die zwei Gesichter des Dalai Lama

Der sanfte Tibeter und sein undemokratisches System

 

Im Juli 2009 veröffentlichte der deutsche Stern Magazin als Titelstory einen Artikel über den XIV. Dalai Lama verfasst von den Stern Reportern Tilman Müller und Janis Vougioukas. Das Cover zeigt den etwas skeptisch dreinschauenden Religionsführer unter den dicken Buchstaben eines herausfordernden Titels: „Die zwei Gesichter des Dalai Lama – Der sanfte Tibeter und sein undemokratisches System.“ Dieses Heft soll eine der höchsten Verkaufsauflagen einer Juli/August-Nummern gewesen sein. Allein das zeigt wie groß das Interesse der Leserinnen und Leser an einem Thema war, welches für viele völlig überraschend gewesen sein muss, gilt doch der Dalai Lama im Westen geradezu als eine Ikone und wird der tibetische Buddhismus als eine Friedensalternative zu den monotheistischen Religionen wahrgenommen.  Der Stern Artikel ist in gewisser Weise eine freudige Genugtuung nicht nur für uns, da alle von ihm angeführten Punkten die umfangreichen Recherchen, die wir schon seit 1998 vorgelegt haben aufgreift und bestätigt, sondern auch für viele um Aufklärung, offenen Diskurs und korrekte Geschichtswiedergabe bemühte Geister, die sich gegen den Strom der blinden Tibet-, Dalai Lama- und Lamaismus-Mythisierung stellen. (weiter lesen)

 


Die apokalyptische Matrix

 

Durch Artikel zur Geschichte, Gegenwart, Philosophie, Theologie und Ästhetik der Apokalyptik und des Heiligen Krieges in verschiedenen Denk- Glaubens- und Kunstrichtungen  möchten wir die kritische Aufmerksamkeit darauf lenken, dass sich in unseren Tagen weltweit eine Kultur des Endzeitdenkens und des militanten Messianismus ausbreitet und intensiviert. Für die religiöse Apokalyptik haben wir in unserem grundsätzlichen Beitrag Die apokalyptische Matrix gezeigt, dass alle Religionen demselben apokalyptischen Muster folgen, selbst wenn sie sich gegenseitig bekriegen. Eine bisher nicht veröffentlichte Rezension unseres Buches Der Krieg der Religionen, die im Auftrag des Magazins Stern unter dem Titel APOKALYPSE verfasst wurde finden Sie hier.

 

http://media.gettyimages.com/photos/war-of-the-religions-picture-id150757167?s=612x612

 


Krieg, Terror und Weltuntergänge im Lamaismus und Buddhismus

 

Die vier „Weltvernichtungen“ der lamaistischen Apokalyptik

 

Der Armageddon-Krieg des Kalachakra-Tantra

 

Buddha gegen Allah

 

Gewalt, Töten und gerechte Kriege im Buddhismus

 

Der Dalai Lama und die CIA

 

Das Verhältnis des XIV. Dalai Lama zur Religiösen Rechten Indiens

 

Lamaistische Doomsday-Prophezeiungen als Inspirationsquelle für Terroristen

 

 

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Die Attentate von Norwegen sind

nur die Spitze eines Eisberges

 

Das Massaker von Norwegen hat eine Diskussion über rechtsextreme Ideologien ausgelöst. Wer sich dort auskennt, der muss zu dem Schluss gelangen, dass Anders Behrung Breivik weder als ideologischer „Einzeltäter“ noch als „Wahnsinniger“ bezeichnet werden darf. Sein Weltanschauungsmanifest ist nicht „krude“, sondern leitet sich von fundierten ultra-konservativen Vorstellungen ab, die schon aus der Vorkriegszeit bekannt sind und die seit dem Niedergang des Kommunismus in Europa erneut Verbreitung gefunden haben und der Gegenwart angepasst wurden. Vieles davon lässt sich beispielsweise in den Schriften des italienischen Faschisten Julius Evola nachlesen.

 

Auch wenn Dutzende Varianten solch extremer Weltsichten existieren, das gemeinsame Konzept aller ist die Idee vom „Heiligen Krieg“ als höchste Ausdruckform der Sakralität und als mystisch-heroische Disziplin. Der Ursprung des Heiligen Krieges führt sehr weit in die menschliche Geschichte zurück, hat jedoch eine äußerst raffinierte Kultivierung in den Ritterkasten des Mittelalters gefunden. Obgleich sich die Ritter aus verschiedenen mittelalterlichen Kultur- und Religionskreisen gegenseitig bekämpft haben, folgten sie demselben weltanschaulichen Muster. Christliche Tempelritter, muslimische Assassinen, hinduistische Kshatriyas, buddhistische Samurai zeigen zahlreiche Parallelen. Ihre Kriegermystik beinhaltet das Martyrium als Erfüllung religiöser Selbsthingabe, die Dämonisierung des Gegners und dessen erbarmungslose Vernichtung, die Liquidation von Verrätern, das Zusteuern der menschlichen Geschichte auf einen apokalyptischen Endzeitkrieg zwischen Gut und Böse.

 

Schon 2002 haben Victor und Victoria Trimondi in ihrem Buch Hitler – Buddha – Krishna – Eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute vor der „Gefahr einer globalen Kriegerkultur“ gewarnt. Das auf dieser Website abgedruckte Nachwort zu diesem Buch hat durch die Ereignisse in Norwegen einen hohen Aktualitätswert erhalten, wobei hier auch die indischen und buddhistischen Kriegsideologien in die Debatte gebracht werden: Wie es noch niemals in der Weltgeschichte gekracht hat. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den traditionellen christlichen und muslimischen Ideologien zum Heiligen Krieg findet sich in dem Artikel Der Heilige Krieg im Christentum und Islam – Ein höchst peinlicher Beitrag zum religiösen Faschismus. Wie mystisch die Attentäter des 11. September gedacht und empfunden haben, zeigt: Schlachtopfer zur Ehre Gottes – die „geistliche Anleitung“ der Attentäter des 11. September 2001. Über die westliche Faszination an der japanischen Samurai-Ideologie berichtet: Der Samurai-Kult – Am Rande des Wahnsinns. Der indische Kshatriya-Kult spielt heute wieder eine wichtige Rolle in der Politik des Landes: Endzeitideologien der religiösen Rechten in Indien. Sogar das höchste Ritual des Dalai Lama, das Kalachakra-Tantra, bereitet auf einen Heiligen Krieg zwischen Buddhisten und Muslimen vor: Kriege, Endzeitschlachten und Weltuntergänge im Lamaismus. Allen Kriegerkulturen ist das Schwert eine gemeinsame Metapher: Es herrscht Schwertzeit – Zur Aktualität eines archaischen Symbols. Die „modernen“ Kriegsideologien in den monotheistischen Religionen werden ausführlich analysiert in: Krieg der Religionen – Politik und Glaube im Zeichen des Terrors und der Apokalypse.


Der Tempelberg im Krieg der Religionen

Wie bizarr und irrational das apokalyptisch-messianische Phantasma im Judentum, Christentum und Islam auch sein mag, es konnte und kann sich immer noch auf dem Tempelberg in Jerusalem zu einer unheimlichen Realität verdichten. Darin stimmen nicht nur die Fundamentalisten aller drei Religionen überein, sondern das ist ebenso die durchgängige Meinung säkular eingestellter Beobachter: „Jegliche Explosion auf dem Tempelberg – sei es ein Feuer, die Zerstörung eines Gebäudes oder ein Blutvergießen – wird eine hundertfache Auswirkung davon haben, wie etwas Ähnliches an einem anderen Ort.“ – meint Shlomo Gazit, ein ehemaliger israelischer Geheimdienstbeamter, und der israelische Journalist Gershom Gorenberg, der die Geschichte des Tempelberges aufgeschrieben hat, stellt fest: „Jedes Ereignis an diesem Ort kann außer Kontrolle geraten.“ Über die politisch-messianischen Obsessionen, die den Tempelberg auch heute noch zu einem Zentrum der Welt macht berichten die folgenden 6 Kapitel:

 

Der Tempelberg als messianisches Weltenzentrum (1)

 

Jüdische Fundamentalisten und der Tempelberg (2)

 

Christliche Fundamentalisten und der Tempelberg (3)

 

Islamische Fundamentalisten und der Tempelberg (4)

 

Tempelberg: Wahn und Wirklichkeit im Krieg der Religionen (5)

 

Der Tempelberg als Garten (6)

 

 

 

Schiitischer Endzeitglaube und Weltpolitik

 

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Präsident Mahmoud Ahmadinedschad kündigt in der heiligen Stadt Mashhad in

einer besonderen Zeremonie die erfolgreiche Urananreicherung an (2006)


Bei den folgenden beiden Artikeln handelt es sich um Vorträge gehalten auf dem 19. Canetti-Syposium in Wien 2006. Er erschien in der Anthologie „Islam – Dialog und Konroverse“ (Hrsg. John D. Pattillo-Hess und Mario R. Smole) Wien 2007 (Löcker Verlag – www.gmmf.org/Buch_19.htm)

 

Islamistische Weltrevolution und

apokalyptischer Terrorismus


 

Politik und Krieg im Bann der Apokalypse

Eine neue Qualität des christlichen Fundamentalismus


Die Hamas im Kontext der politischen Apokalyptik

Die Palästinenserorganisation Hamas trägt nicht nur die bekannten fundamentalistische Züge des Islamismus, sondern kultiviert auch einen militanten Endzeitglauben. (Zum Artikel)


Endzeitideologien der religiösen Rechten in Indien

 

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Apokalyptischer Nuklearismus und

die Sakralisierung der Bombe

 

Die Konstruktion, Zündung und Verbreitung von Nuklear-Waffen hatte von Beginn an einen prägenden Einfluss auf das apokalyptische Denken. So ist der Einsatz von A-Waffen ein Szenario, das in keiner „modernen“ Apokalyptik mehr fehlt. Seit den Explosionen der Bomben von Los Alamos, Hiroshima und Nagasaki werden Zerstörungs-Passagen aus den traditionellen Endzeittexten der Religionen als Beschreibungen eines atomaren Holocausts gedeutet. In der Tat ist die Apokalypse seit der „Bombe“ mehr als ein religiöses Phantasma. (Zum Artikel)


Der große Manipulator

Giordano Bruno - Manipulation des Eros und Massenpsychologie

 

Der rumänische Religionswissenschaftler Joan P. Culianu entdeckte bei dem Renaissancephilosophen Giordano Bruno (1548 – 1600) die Grundlagen einer Theorie, die einen tiefen Einblick in die pscho-mago-mythischen Mechanismen gewährt, mit denen  Menschen in den modernen Massengesellschaften manipuliert und in Abhängigkeit gehalten werden. Insbesondere finden sich bei Bruno sensationelle Aussagen über die Psychologie und die Bewusstseinstechniken derjenigen, die ihre Manipulation über die Massen ausüben. Gegenüber von zwei Aufsätzen, die der Renaissancephilosoph hierzu verfasst hat, erscheint, so Culianu, das berühmt-berüchtigte Büchlein Der Fürst von Niccolo Machiavelli „blass und lachhaft.“

 

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Victor und Victoria Trimondi fassen die Überlegungen Brunos und die Schlussfolgerungen, die Culianu daraus zieht, zusammen. In einem Vergleich mit der modernen Massenpsychologie und mit bestimmten asiatischen Religionslehren, zeigen die beiden Autoren wie erkenntnisreich Brunos Überlegungen sind, um das moderne Zusammenspiel zwischen Liebe, Macht, Medien und Führerkult in Politik und in Religion zu verstehen. (Zum Artikel)

 


 

Mittelmeerdebatte

 

Das Ithaka-Projekt

Mediterrane Mythen, Monotheismus und die Geschlechterfrage

 

Seit Nicolas Sarkozy im Juli 2008 seine „Union für das Mittelmeer“ aus der Taufe gehoben hat, stößt die schon seit mehreren Jahren diskutierte Frage nach einem mediterranen Kulturparadigma wieder auf zunehmendes Interesse. Die Debatte erscheint einsichtig und notwendig, da es nicht nur um die Schaffung eines politischen, ökonomischen und ökologischen Raumes geht, sondern um eine Art kultureller Identität beziehungsweise um eine kulturelle Vision für diese Region. (Zum Artikel)

 

 

 

 

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Weltuntergang

Wer den modernen Islamismus verstehen will, muss seine apokalyptischen Wurzeln kennen

 


Die Apokalypse ist das Apriori aller Politik und Kultur

„Säkulare“ Philosophen im Banne der apokalyptischen Matrix

 

 

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